Schon 3000 Jahre vor Chr. beobachteten die Gelehrten der damaligen Zeit, die Positionen von Sonne, Mond und den Planeten, verglichen sie mit den Geschehnissen auf der Erde und erstellten so ganze Kataloge mit Schicksalsvorhersagungen.  Auch ohne technische Ausrüstung, waren die Beobachtungen erstaunlich genau. Wir haben hier einmal die wichtigsten Persönlichkeiten und die verschiedenen Ereignisse der Entwicklungsgeschichte der Astrologie und des Kalenders für Sie aufgezeichnet. Wer sich mit Kunsthistorik befasst, der wird auch in den Werken der Bildhauer und Maler astrologisches Gedankengut wiederfinden.

  • Ägypten  3.772 v. Chr. -     Kalender von 365 Tagen zu 10 Monaten
  • Mesopotamien, ca. 3.000 v. Chr. (im heutigen Irak) – Schon Babylonier, Perser, Sumerer und Assyrer haben erste astrologische Kenntnisse auf Keilschrifttafeln aufgeschrieben. Das Wissen, welches noch heute die Grundlage der Astrologie darstellt. Sie erstellten bereits Listen der Sternenläufe, Vorläufer der heutigen Ephemeriden, mit erstaunlicher Genauigkeit.
  • Mesopotamien, ca. 2500-2030 v. Chr. – Kalender zu 360 Tagen, Mond- und Sonnen-Zyklus zu 19 Jahren, 12 Jahren zu 12 Monaten, 7 Jahre zu 13 Monaten
  • Babylon, Juda,  ca. 1200 v. Chr. – Babylon, Sonnenjahr zu 12 Monaten und 12 Tierkreiszeichen, Juda, Mondjahr zu 345 Tagen und verschiedenen Schaltungen
  • Rom, 715-672 v. Chr. – Mondkalender zu 355 Tagen, 12 Monaten mit verschiedenen Schaltungen
  • Pythagoras, 5.-6. Jahrhundert v. Chr. – Auf den Lehren der Babylonier baute die einfache chaldäische Tierkreisastrologie auf. Der griechische Mathematiker Pythagoras brachte seinem Volk die Kunde der Astrallehre nahe. Die chaldäische Astrologie schaffte den Boden für hellenistische Astrologie.
  • Konfuzius, 551-479 v. Chr. – Chinesischer Philosoph, Gelehrter und Begründer der chinesischen Astrologie
  • Manetho, 275 v Chr. – Manetho, studierter ägyptischer Denker, er schrieb die Prophezeiungskünste der Babylonier auf.
  • Abraham, ca. 2. Jh. v. Chr. – Nach einer jüdisch-samaritanischen Legende war Abraham, der Stammvater der Israeliten, Patriarch des alten Testaments, der erste Astrologe. Die Legende besagt: Für Abraham`s Bemühen sich mit der Astronomie zu befassen, habe ihm Gott das Wissen der Astrologie geschenkt.
  • Vettius Valens, 2. Jh. – Vettius Valens, römischer Astrologe, er schrieb astrologische Anthologien und er war von der Determiniertheit des Lebens und aller Geschehnisse überzeugt.
  • Marcus Manilius – Manilius, römischer Dichter, er schrieb ein astrologisches Lehrgedicht, dass sich besonders mit der Zuordnung der Körperteile und Körperorgane zu den Tierkreiszeichen befasst.
  • Vulgata Nemrod Nimrod – Nimrod gilt laut dem alten Testament als sagenhafter Herrscher eines großen Reiches und Begründer von Ninive und Kalach. Er gilt auch als einer der Erfinder der Astrologie.
  • Seth - Seth gilt laut dem alten Testament als der dritte Sohn Adams, auch soll er einer der Erfinder der Astrologie gewesen sein.
  • Henoch - Henoch, Autor des alttestamentlichen Buches Henoch, indem man die ausführlichste Beschreibung des gestirnten Himmels findet. Er gilt als einer der Erfinder der Astrologie, genauso wie Abraham, Nimrod und Seth.
  • Platon,  427-347 v. Chr. – Griech. Philosoph, Schüler des Sokrates, war begeisterter Verfechter und Vertreter astrologischer Lehren. Er lehrte unter anderem Erkenntnistheorie, platonische Liebe, eine Bezeichnung für eine rein geistige Liebe.
  • Hippokrates, 460-377 v. Chr. – Berühmter griech. Arzt, Begründer der Heilkunde, vertrat die Meinung, dass ein Arzt ohne astrologische Kenntnisse, nicht das Recht hätte, sich Arzt zu nennen. Der Hippokratische Eid, der es u.a. verbietet, Todgeweihten Gift zu geben, ist das Vorbild des heutigen Ärztegelöbnisses.
  • Aristoteles, 384-322 v. Chr. – Griech. Philosoph, Schüler des Platon, Begründer der klassischen Philosophie und der Erfinder der Logik, sein Gedankengut ist vielfach bis heute wirksam geblieben. Der geniale Denker erfasste die vollkommenen Gesetzmäßigkeiten, der mathematisch errechenbaren Bewegungen der Planeten.
  • Berossos, um 340-270 v. Chr. – Berossos, chaldäischer Priester des Bel in Babel, soll angeblich der Gründer einer Astrologenschule auf der griechischen Insel Kos gewesen sein. In seinem dreibändigen Werk schrieb er u.a. auch über Sternkunde und Sterndeutung.
  • Aristarchos, ca. 310-230 v. Chr. – Aristarchos, griech. Astronom, erkannte und lehrte als erster, bereits Jahrhunderte bevor Kopernikus mit seiner Entdeckung das mittelalterliche Weltbild fundamental erschütterte, dass sich die Erde um die Sonne dreht und nicht umgekehrt.
  • Aratos, um 315-245 v. Chr. – Aratos, griechischer Mythograph, der in seinem Lehrgedicht Phainomena, Sterne und die 12 Sternbilder des Tierkreises und Globen und Armillasphären mit den Hauptkreisen der Himmelskugel beschreibt, womit die Grundlage eines astronomischen Koordinatensystems geschaffen wurde. Hipparch leitete aus diesem Studium der Sphäre die Präzession ab.
  • Manetho, um 270 v. Chr. – Manetho war ägyptischer Priester und Historiker, welcher in Mesopotamien die Astrologie studierte und darüber mehrere Traktate schrieb. Er beschrieb u.a. die Weissagungstechniken der alten Babylonier.
  • Karneades, um 214-129 v. Chr. – Karneades erkannte die Wichtigkeit des zu ermittelnden Zeitpunkts der Geburt. Auch diskutierte er, welcher Zeitpunkt der richtige sei, ob Geburt oder Zeugung. Er fand den Widerspruch, den Unterschied der Schicksale und Charaktere von am gleichem Tage und am selben Ort geborenen Menschen. Der Zeitpunkt wurde wichtig, auch trennte er Astrologie vom mantischen Zukunftsvoraussagen und hob die Willensfreiheit des Menschen hervor!
  • Julius Cäsar, um 46 v. Chr. – Julius Cäsar führt den Sonnenkalender zu 365 Tagen, alle 4 Jahre ein Schaltjahr, ein.
  • Petronius Arbiter,  66 n. Chr. – Petronius lebte zu Zeiten Neros in Rom.  Sein verfasstes Werk gibt Auskunft über seinen Glauben zur Astrologie. Er liebte Tafelrunden, welche nach Tierkreiszeichen geordnet waren und horoskopisch gedeckt oder geschmückt wurden.
  • Claudius Ptolemäus, ca. 90-150 n. Chr. – Claudius Ptolemäus, bedeutender Astronom des Altertums, verfasste eine der wichtigsten astrologischen Schriften, die bis in die heutige Zeit Gültigkeit haben. Die Lehre der Aspekte ist sein Vermächtnis. Er lehrte, die Erde ist der Mittelpunkt der Welt, um sie bewegen sich die Gestirne und Planeten (geozentrisches Weltbild). Diese Lehre wurde erst von Kopernikus angegriffen und durch Kepler wiederlegt. Das Weltbild der Astrologie bleibt geozentrisch, sie stellt die Erde in den Mittelpunkt und beschreibt die Bewegung der Gestirne und Planeten, wie sie sich für unsere Augen, zum Zeitpunkt der Geburt in Bezug auf die Erde darstellt. Es ist durchaus logisch, dass der Geburtsort, der Mensch auf der Erde den Mittelpunkt der Horoskopberechnung darstellt, weil wir davon ausgehen, welchen Einfluss die Planeten auf uns ausüben.
  • Origenes, ca. 185-254 n. Chr. – Er war der Ansicht, dass die Sterne nur eine Anzeigetafel der Möglichkeiten im Leben sei, aber nicht eine Sicht der unabänderlichen Wirkungen. Auch heute noch kann die Astrologie zwar gute und schwierige Zeiten anzeigen, aber nicht die konkreten Ereignisse, denn der Mensch hat Entscheidungsfreiheit, kein Ereignis ist festgelegt, man kann nur im nachhinein die Ereignisse zuordnen.
  • Augustinus, 354-430 n. Chr. – Auch er diskutierte über die Willensfreiheit des Menschen, wies auf die äußeren Ereignisse hin, verwarf  auch deshalb die Schicksalsdeutung.
  • Zarathustra - Ein Prophet der sassanidischen, auch altpersischen Astrologie, eine Frageastrologie, welche in Verruf geriet, durch die auf dem Jahrmarkt angebotenen spekulativen Zukunftsvoraussagungen. Die sassanidische Astrologie, eine Grundlage der späteren islamischen Astrologie. Berühmt wurde auch Friedrich Nietzsches Werk “Also sprach Zarathustra”.
  • Al-Kindi, um 800 – Durch seine astrologischen Schriften, wurde er als einer der Väter der arabischen Astrologie bekannt. Einer seiner Schüler war Al Bumasar`s.
  • Al Bumasar – Der arabische Astrologe Al Bumasar, bekanntester Schüler des Al-Kindi, er unterschied zwischen den Einflüssen von Planeten und Fixsternen.
  • Albohali, um 850 – Arabischer Astrologe, welcher durch seine astrologische Punktierkunst, sowie durch sein Buch über Geburtsastrologie bekannt wurde. Beides wurde auch ins Lateinische übersetzt (Punktierkunst um 1705).
  • Alcabitius, 967 in Saragossa gestorben – Alcabitius schrieb ein Buch namens “Einleitung in die Kunst der Sterndeutung”, welches damals eines der meist gelesenen Bücher war. Als arabischer Schriftsteller, waren seine astrologischen Bücher von großer Bedeutung.
  • Albohazen Haly (Haly Abenragel), um 1016-1062 – Er war damals am Hof von Tunis unter den Namen “summus astrologus” oder “Ptolemaeus alter” als arabischer Astrologe sehr bekannt. Sein “Großes Buch über die Urteile der Sterne” wurde ins Spanische und ins Lateinische übersetzt.
  • Albertus Magnus, um 1200-1280 – Albertus Magnus, Kirchenlehrer, er verfügte über die gesamten philosophisch-naturwissenschaftlichen Kenntnisse und das neuerschlossene aristotelisch-jüdisch-arabische Gedankengut. Er verfasste viele Kommentare und Paragraphen zu den Schriften des Aristoteles, welche den Aristotelismus damit bewähren ließen. In seinen Schriften veröffentlichte er seine Vorstellung davon, dass ungünstige kosmische Konstellationen für die Missgeburten verantwortlich seien und dass das noch ungeborene Kind jeden Monat von einem anderen Planeten regiert wird, auch war er der Überzeugung, dass das Kind schon vor der Geburt durch kosmische Einflüsse geprägt wird.
  • Inquisition von Papst Innozenz III. eingeleitet ab ca. 1215-1232 – Die Inquisition wurde von Papst Innozenz III. eingeleitet gegen Personen, die vom katholischen Glauben abwichen oder die Macht und das Besitzstreben der Kirche verurteilten.  Zum Opfer fielen, sog. Hexen, Ketzer, Häretiker, protestantische Christen, auch in Spanien, Niederlande, Portugal, Frankreich und Italien. Die Opfer wurden gefoltert und verbrannt.
  • Roger Bacon, ca. 1214-1294 – Bacon, englischer Philosoph und Naturforscher, war beschäftigt an der naturwissenschaftlich-sprachlich interessierten Oxforder Schule. Bacon setzte sich für die beweisbare Astrologie ein, sein astrologisches Werk Speculum astronomiae war das bekannteste seiner Werke. Er war der Überzeugung, dass der Mensch immer noch einen freien Willen hat, also nur durch die kosmischen Einflüsse geprägt wird, aber das Leben immer noch in seiner Hand hat.
  • Thomas von Aquin, ca. 1225-1274 – Thomas von Aquin, Theologe u. Philosoph, Dominikaner u. katholischer Kirchenlehrer, behauptete, dass die astrologischen Grundsätze mit den christlichen Anschauungen übereinstimmten. Er war der Meinung, dass die Sterne Boten zwischen den Engeln und der Erde seien, also im Dienste Gottes stünden. Um 1200 wurden auch immer mehr Lehrstühle für Astrologie an den Universitäten eingerichtet.
  • Giovanni Campani Campanus, 1233-1296 – Campanus, italienischer Mathematiker und Astrologe, er schrieb mehrere Werke zur Astrologie und verfasste u.a. die Übersetzung der Elemente des Euklid nach einer arabischen Version. Campanus gelang es ein räumliches Häusersystem zu erschaffen, welches heute immer noch von einigen Astrologen genutzt wird.
  • Albano Pietro d´Abano, um 1250-1326 – Pietro d´Abano, italienischer Arzt und Philosoph, angeblich soll er die Länge des Platonischen Jahres zu rund 25000 Jahren angegeben haben. Er war der Überzeugung, dass alle irdischen Geschehnisse durch die Gestirne bestimmt werden.
  • Cecco d´Ascoli, 1257-1327 – Cecco d´Ascoli, italienischer Enzyklopädist und Astrologe, beim Herzog von Calabrien war er Hofastrologe. Anhand des Geburtshoroskops von Jesus Christus soll er seinen Tod am Kreuz vorausgesagt haben. Er lehrte schon einige Prinzipien der Geburtsastrologie, die heute noch Geltung besitzen.
  • Regiomontanus, 1436-1476 – Regiomontanus, bürgerlicher Name Johannes Müller, hat ein eigenes Häusersystem der Zwischenfelderberechnung hervorgebracht. Das Raumsystem des Regiomontanus beruht auf das Aufteilen des Raumes um den Geburtsort in zwölf Teile. Die Achsen fallen dabei immer mit Häuserspitzen zusammen.
  • Johannes Lichtenberger, ca. 1445-1503 – Lichtenberger, deutscher Astrologe, dessen Werke zur Zeit des späten Mittelalters zu den meistzitierten Wahrsagebüchern zählten. Paracelsus besprach einige Prognosen von Lichtenberger.
  • Johannes Stöffler, 1452-1531 – Stöffler, deutscher Mathematiker und Astronom, für die Jahre 1452-1531 verfasste er einen Ephemeriden-Almanach mit astrologischen Vohersagen. Er stellte u.a. auch dem Fürst Kaiser Maximilian das Horoskop. Zu seinen Schüler zählte u.a. Johannes Schöner.
  • Ludovico Sforza, 1452-1508 – Ludovico Sforza, war Herzog von Mailand, er beschäftigte sich gründlich mit der Astrologie, erstellte Stundenhoroskope für eigene politische Zwecke. Er heiratete auf Grund eines günstigen Termins zwecks Zeugung seines Kindes.
  • Nikolaus Kopernikus, 1473-1543 – Nikolaus Kopernikus, berühmter Astronom, Sohn eines deutschen Großkaufmanns, Domherr in Frauenberg, Ostpreußen, fand heraus, dass sich die Erde um eine Achse dreht und gleichzeitig zusammen mit allen anderen Planeten um die Sonne kreist (heliozentrisches Weltbild). Durch seine Entdeckung erschütterte Kopernikus das mittelalterliche Weltbild grundlegend.
  • Lucas Gauricus, 1476-1558 – Gauricus, italienischer Priester (1548 Bischof) und Mathematiker, nach ihm ist der Löwe das Horoskopgestirn der Stadt Padua, auch astrologisch im Dienste Papst Pauls III. Er war einer der angesehensten Astrologen des 16. Jh.
  • Johannes Schöner, 1477-1547 – Schöner, deutscher Mathematiker und Astrologe, Schüler von Johannes Stöffler, er fertigte vier Erd- und mehrere Himmelsgloben. Als Herausgeber wurde er bekannt durch Schriften von Peuerbach, Walther, Regiomontanus und Kopernikus, sowie Ephemeriden, immerwährende Planetentafeln und ein großes Lehrbuch der Astrologie (1545). Melanchthon schrieb jeweils das Vorwort.
  • Martin Luther, 1483-1546 – Der Reformer und Bibelübersetzer Martin Luther schrieb trotz Vorbehalte gegen die Astrologie gerne Vor- und Nachworte zu astrologischen Schriften. Der damalige Schauplatz der Astrologie war auch die Universität zu Wittenberg an der Melanchthon Astrologie lehrte, obschon Martin Luther dies nicht gerne sah.
  • Agrippa von Nettesheim, 1486-1535 – Sein richtiger Name ist Heinrich Cornelius, ein deutscher Arzt und Philosoph. Er verband neuplatonische und kabbalistische Gedanken mit Magie und Okkultismus. Außerdem teilte er den Makrokosmos in drei Welten auf, die physische, die astrale und religiöse Magie.
  • Paracelsus, 1493-1541 – Paracelsus, Philippus Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim war einer der bedeutesten Ärzte des Mittelalters, wies darauf hin, dass man Ähnliches durch Ähnliches heilen kann. Paracelsus, Arzt und Naturforscher, in Einsiedeln in der Schweiz geboren, war auch überzeugter Vertreter der Astrologie.
  • Philipp Melanchthon, 1497-1560 – Philipp Melanchthon war der wichtigste Mitarbeiter Luthers, hielt unter anderem auch Vorlesungen über Astrologie an der Universität zu Wittenberg, der damaligen Hochburg der Astrologie. Er begründete die Astrologie an Hand von Bibelversen, was aber nichts Sonderliches darstellt, da die Bibel auch für die Gegner der Astrologie die passenden Argumente liefert. Philipp Melanchthon bezeichnete die Astrologie als die Krone des Menschengeschlechts.
  • Johannes Virdung, um 1500 – Johannes Virdung, deutscher Astronom und Astrologe. Seine Aussagen waren fast ausschließlich katastrophenbezogen, aber außerordentlich treffsicher, sodass die angekündigte Prognose der Katastrophe von 1524  über den Königsaspekt sehr bekannt wurde. Über seine Prognosen wurde viel diskutiert, argumentierte man doch anhand seiner Prognosen, ebenso gerne dafür, wie gegen die Astrologie.
  • Hieronymus Cardanus, 1501-1576 – Cardanus, italienischer Arzt, Mathematiker und Astrologe, er erstellte ein Geburtshoroskop Christi und beschäftigte sich auch mit der astrologischen Deutung der Stirnlinien. Als Mathematiker wurde er durch seine Cardanosche Formeln bekannt.
  • Nostradamus, 1503-1566 – Bevor Nostradamus (Michel de Notre-Dame) frz. Kabbalist und Astrologe zum großen Propheten wurde, hatte er sich bereits als Arzt einen Namen gemacht, seine Prophezeiungen (bis 3000 n. Chr.) sind auf einer unfassbar präzisen Weise geschildert und seine Ankündigungen werden teilweise von Wissenschaftlern bestätigt.
  • Francesco Giuntini Junctinus, 1523-1580 – Junctinus, Provinzial des Karmeliterordens, 1573 veröffentlichte er Speculum astrologicum, Tafeln zur Horoskopberechnung, 1581 erschien sein zweibändiges Werk Speculum astrologiae, trotz des kirchlichen Verbots von 1545-1563 aller Bücher über judiciarische Astrologie auf dem Konzil von Trient. In seinem Werk stellt Junctinus sowohl das geozentrische, wie auch das heliozentrische Weltbild vor.
  • Papst Gregor, Rom, 1582 – Reformation des julianischen Kalenders.  Er führte den gregorianischen Kalender ein, der heutige noch gültige Kalender.
  • John Dee, 1527-1608 – John Dee, englischer Astrologe und Alchemist, als Hofastrologe hatte er das Krönungshoroskop von Elisabeth I. erstellt. Doch sein großes Interesse für Okkultismus brachte ihn ins Zwielicht, sodass er seine Stellung bei Hofe verlor, er starb in Armut. Seine astrologischen Erkenntnisse sind von großer Wichtigkeit für die heutige Astrologie.
  • Tycho Brahe, 1546-1601 – Tycho Brahe,  dänischer Astronom, 1599 kaiserlicher Astronom und Mathematiker in Prag, Brahe ermöglichte durch seine präzisen Messungen von Planetenörtern die Ableitung der Bewegungsgesetze der Planeten durch Kepler. Brahe modifizierte das ptolemäische Weltbild, so entstand das Tychonische System, so dass die Planeten zwar die Sonne umkreisen, aber die Sonne umkreist die Erde. Er studierte die Theorie der Aspekte, sowie den Einfluss der großen Konjunktionen auf die Naturkatastrophen.
  • Naiboda, um 1550 – Der Mathematiker Naiboda, bereicherte die Astrologie durch seine Direktionsmethode. Auf seine Theorien geht der Naibod-Schlüssel zurück. Die Sonnenbogendirektion ist eine bis heute wichtige gültige Direktionsmethode mit dem Schlüssel 1° Grad gleich ein 1 Lebensjahr.
  • Galileo Galilei, 1564-1642 – Galileo Galilei, Professor der Universität Pisa, stellte fest, dass es mehr Fixsterne gab, als bisher bekannt waren, die Astrologie kam durch seine Aufklärungen in Nöten. Er entdecke schon die Jupiter-Monde, dachte aber neue Planeten entdeckt zu haben. Auch bestätigte er immer wieder, dass er mit der Astrologie nicht zu tun habe, obschon er sich sehr intensiv damit befasste.
  • Tommaso Campanella, 1568-1639 – Der katholische Dominikaner, hatte eine astrologische Staatsphilosophie vor Augen. Er verbrachte 30 Jahre seines Lebens im Gefängnis. In seinem Werk der Sonnenstaat, ist alles auf die Astrologie aufgebaut.
  • Johannes Kepler, 1571-1630 – Berühmter deutscher Astronom, Professor an der Grazer Universität, hat durch jahrelange Beobachtungen herausgefunden, dass sich die Planeten bei ihrer Bewegung um die Sonne in Bahnen bewegen, die nicht Kreisen, sondern Ellipsen gleichen. Außerdem berechnete er, dass die Umlaufzeiten der Planeten um die Sonne mit zunehmender Entfernung von ihr immer länger und die Umlaufsgeschwindigkeiten immer geringer werden (Keplerische Gesetze).
  • Jean Baptiste Morin de Villefranche, 1583-1656 – Morin de Villefranche war Hofastrologe Ludwigs XIV. von Frankreich. Er war bei der Geburt des Thronfolgers anwesend, um die genaue Geburtszeit zu bestimmen. Er schrieb ein 26 Bände umfassendes Werk, was auf das Werk Ptolemäus aufbaute.
  • Giovanni Battista Seni, 1600-1656 – Giovanni Battista Seni, italienischer Astrologe, von 1629-1634 war er der Sterndeuter Wallensteins.
  • William Lilly, 1602-1681 – Sir William Lilly, großer englischer Astrologe, war Autor zahlreicher Bücher und wurde durch seine treffenden Prognosen bekannt.  Seinerzeit verließen die Astrologen die Höfe und wendeten sich an das Volk. Er war von Haus aus begütert und musste sich nicht durch die Astrologie ernähren, was ihm die Freiheit gab, sehr intensive Studien und astrologische Forschungen zu betreiben, er prognostisierte die große Pestseuche von 1665 und den großen Brand von London 1666 richtig voraus, was ihn die Feindschaft vieler Kollegen einbrachte. Aber auch die Tatsache, dass er nach der Thronbesteigung Karl des II., nach seiner eigenen Festnahme, den Mörder Karl des I. richtig voraussagte, waren Gründe, dass er die Reputation behielt. Noch heute sind Sir William Lilly`s Aphorismen heiß begehrt.
  • Placidus de Titis, 1603-1668 – Italienischer Benediktiner-Mönch und Mathematiker, nach seinen eigenen Beobachtungen entwarf er ein neues nach ihm benanntes zeitliches Häusersystem und die Sekundärdirektion mit der Formel 1 Tag = 1 Lebensjahr, welche noch heute zu den  Grundlagen der astrologischen Techniken gehört.
  • Aegidius Strauch, 1632-1682 – Aegidius Strauch, Professor für Geschichte, Mathematik und Theologie an den Universitäten zu Leipzig, Wittenberg, Hamburg und Danzig. Er war Hofastrologe von Kurfürst Otto Heinrich von der Pfalz, später von Kaiser Maximilian II.  Seine astrologischen Aphorismen waren so hervorragend, das Tycho Brahe eigens dazu nach Deutschland reiste, um Aegidius Strauch persönlich kennen zu lernen.
  • Sir Isaac Newton, 1643 -1727 – Sir Isaac Newton, ein englischer Mathematiker, Physiker und Astronom, er legte die Theorie der Gravitation dar, welche erklärte, dass das Universum durch einfache mathematisch zu errechnete Gesetze regiert wird und nicht durch übersinnliche oder mystische Kräfte. Seitdem nahm die Astrallehre einen sehr viel wissenschaftlicheren Weg, als noch zuvor. Newton bekam den Adelstitel für seine Verdienste, er hatte damit das theoretische Fundament der Astronomie und auch der Astrologie gelegt.
  • Voltaire, 1694 -1778 – Voltaire, Francois Marie Arouet, frz. Dramatiker und Denker, war seit Lebens engagierter Gegner der Astrologie. Voltaire, der wohl sehr oft tiefschürfende Gespräche diesbezüglich mit Morin de Villefranche hatte. Er gab unter anderem eine Streitschrift und Anekdoten vom Versagen der Astrologie heraus.
  • Mauritius Knauer,  C. von Hellwig, Mitte des 17. Jahrhunderts – Herausgabe des Hundertjährigen Kalenders, Bestandteil sind astrologische Wettervorhersagen, auf Grund von siebenjährigen Beobachtungsstudien.
  • Wilhelm Herschel, 1738-1822 – Friedrich Wilhelm Herschel, Hobby-Astronom und Musiker entdeckte am 13. März 1781 den Planeten Uranus, bis dahin kannte man nur 7 Gestirne und Planeten, Sonne, Mond, Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. Wilhelm Herschel, Militärmusiker des Königreichs Hannover und Ehrendoktor der Universitäten Oxford und Glasgow, traf 1783 eine Feststellung, die das Weltbild veränderte und den Anfang zu einer neuen Wissenschaft legte, der Kosmologie. Seine Feststellung: Die Sonne bewegt sich mit den Planeten durch den Raum in Richtung auf das Sternbild des Herkules zu. Der Durchmesser von Uranus beträgt 49′000 Kilometer, seine mittlere Umlaufzeit 84 Jahre 7 Tage 9 Stunden 22 Minuten. Er bleibt rund sieben Jahre in einem Tierkreiszeichen.
  • Julius Wilhelm Andreas Pfaff, 1774-1835 – Pfaff, letzter Professor für Astrologie an einer deutschen Universität, seine letzte Vorlesung war 1817 an der Universität Würzburg. Sein Werk Astrologie erschien 1816 in Nürnberg bei Friedrich Campe.
  • Le Verrier, Urban Jean Joseph, 1811-1877 – Le Verrier, der eigentliche Entdecker Neptuns, er nannte den Planeten, der Wächter der Ozeane. Erst  als das Teleskop erfunden wurden ist, bestätigte sich seine Vermutung durch J. G. Galle.
  • J. G. Galle – Neptun wurde 1846 von J. G. Galle entdeckt und ist etwa so groß wie Uranus. Sein Durchmesser beträgt 47′000 Kilometer. Seine Umlaufzeit beträgt 164 Jahre 285 Tage und 15 Stunden.
  • Moody, um 1820 – Moody, englischer Professor der Mathematik, schrieb 1838 ein Buch, worin er die Astrologie völlig widerlegen wollte, er ging wissenschaftlich und mathematisch vor, wurde aber wenig beachtet.
  • Alan Leo, 1860-1917 – Alan Leo, führender englischer Astrologe, er schrieb zahlreiche Lehrbücher zur Astrologie und zu seinen Spezialgebieten zählten vor allem die Horoskoptechniken und die esoterische Astrologie. Alan Leo war der Blavatzkyschen Theosophie sehr verbunden. Auch wurde er wegen Ausübung astrologischer Prognosetechniken strafrechtlich verfolgt, das Verfahren gegen ihn wurde eingestellt. 1917, kurz vor seinem Tod, wurde er aber zu einer Geldbuße wegen Wahrsagerei verurteilt.
  • Paul Choisnard, 1867-1930 – Sein Pseudonym war Paul Flambard, französischer Astrologe, seine statistischen Arbeiten beginnen mit der Periode Astrologie scientifique und deuten mit dem Begriff influence astrale auf das synchronistische Prinzip hin.
  • Helena Blavatsky, ca. 1870 – Helena Blavatsky, Gründerin der Theosophie um 1875, nach dem die Sterne wie Gottheiten verehrt und ihnen kausal-lenkende Einflüsse zugesprochen wurden, hat sehr viel Ähnlichkeit mit der Mikro-Makro-Sichtweise der Astrologie.
  • Carl Gustav Jung, 1875-1961 – Der Schweizer Arzt und Therapeut Carl Gustav Jung, war ein großer Kenner der menschlichen Psyche, seine bekannteste These ist die über Amina und Aminus. Suchbild und Selbstbild einer Person, der oder die innere Geliebte, wir suchen, was uns fehlt. Die moderne Astrologie nähert sich mehr und mehr der Psychologie an. So greifen heute auch Psychotherapeuten bei ihrer Arbeit auf die Astrologie zurück.
  • Edgar Cayce, 1877-1945 – Prophet aus den USA, er gab bestürzende Voraussagen über die politische Entwicklung in China, Amerika und Russland ab, die inzwischen auch von vielen Wissenschaftlern befürchtet werden.
  • Alfred Witte, 1878-1941 – Witte, Begründer der Hamburger Schule. Er entwickelte das “Regelwerk der Planetenbilder”, dass aus gleichen Summen, Halbsummen oder Differenzen Aussagen ableitet. Er führte mehrere hypothetische Planeten ein und entwickelte eine drehbare Gradscheibe.
  • Johannes Vehlow, 1890-1958 – Johannes  Vehlow hat eigentlich alles gesammelt und systematisiert, auch hat er versucht die Häusertechnik zu verfeinern. Er arbeitete aber noch schicksalsorientiert, was nicht unbedingt  mehr der heutigen klassischen Astrologie entspricht. Aber seine Bücher sind bis heute sehr gefragt, obwohl die Methode nur noch wenig Verwendung findet!
  • Erich von Beckerath, 1891-1981 – Erich von Beckerath widmete viele Jahrzehnte seines Lebens der Erforschung der astrologischen Symbolik in Werken der bildenden Kunst. Er hat versucht unsere Betrachtung von Kunstwerken auf den astrologischen Inhalt zu lenken.
  • Thomas Ring 1892-1983 – Thomas Ring, deutscher Psychologe und Astrologe, seine Psychowissenschaft beinhaltete eine revidierte symbolistische Astrologie.
  • Strafe wegen Ausübung des Astrologenberufs um 1900-1920 – Es wurden landesrechtliche Polizeistrafgesetze angewandt, auch dann, wenn es sich nicht um Wahrsager und Gaukler handelte, sondern auch dann, wenn es sich um rechtmäßig den Astrologenberuf ausübende Personen handelte.
  • Karl Ernst Krafft, 1900-1945 – Krafft, Schweizer Astrologe, in wechselvollen Einschätzungen der NS-Regierung, stand er zur astrologischen Beratung zur Verfügung.
  • Reinhold Ebertin, 1901-1988 – Ebertin, Sohn der Astrologin Elsbeth Ebertin und Vater von Dr. phil. Baldur R. Ebertin, Reinhold Ebertin gründete 1928 das Magazin Kosmobiologie und seit 1948 fanden an der Aalener Schule jährliche Arbeitstagungen statt.+
  • Holger Stenson-Raché, 1902-1985 – Holger Stenson-Raché hat versucht die Astrologie wieder übersichtlicher und einfacher zu gestalten, selbst Journalist mit eigener astrologischer Zeitschrift (Astro-Kurier), seine Bücher weisen auf die wichtigsten Einflüsse hin, er verzichtete aber auf eine genaue ausgeklügelte Technik, er fügte aber eine fragwürdige, eigenwillige Tierkreistypologie unter Einbeziehung hypothetischer Planeten hinzu.
  • Ludwig von Wohl, 1903-1966 – 1935 ging er nach England und dort überzeugte er die Regierung, dass Karl Ernst Krafft astrologische Beratungen für die Regierung gab, daraufhin wurde eine astrologische Kriegsführung eingeleitet.
  • Heinrich Kündig, 1909-1989 - Der Schweizer Heinrich Kündig, Vertreter der klassischen Astrologie, wollte absolut genaue astrologische Arbeit leisten, so erarbeitete er eine Reihe von recht schwierigen komplizierten, aber einleuchtenden Methoden heraus. Er nimmt nicht den täglichen Sternzeitfortschritt, sondern den individuellen, eine zeitliche Fixierung auf räumlicher Ebene. Seine Geburtszeitkorrekturmethode, auch Kündig-Schnitte genannt, verwarf er selbst kurz vor seinem Tod.
  • R. H. Naylor, ca. 1889-1952 – R. H. Naylor, ein Journalist, der Begründer der heutigen Vulgär-Astrologie. Er arbeite spekulativ und einfach, mehr eine Imitation der wahren Astrologie.  Zeitungshoroskope werden bis heute gerne auch von Astrologen geschrieben, sind aber auch genau so sehr von Astrologen wegen dessen vagen Aussagen verhasst.
  • Bruno Huber, 1930-1999 – Der Begründer der API- Schule, Präsident des Schweizer Astrologenverbandes SAB und API- International. Seine klassisch-orientierte Astrologie-Schule ist eine bedeutende Variante zwischen der alten schicksalsorientierten Theosophie und der modernen Psychosynthese des Roberto Assigioli.
  • Sándor Belcsák, 1938-1999 – Sándor Belcsák, Vorsitzender der traditionsreichen Österreichischen Astrologischen Gesellschaft. Seine Vereinszeitschrift  Qualität der Zeit wurde weit über die grenzen Österreichs bekannt. Er war Lehrer, Hüter und Bewahrer der klassischen Astrologie.  Sándor Belcsák wurde von vielen verehrt und ist unvergessen.
  • C. W. Tombaugh 1906-1997 – Pluto wurde am 21. Januar 1930 von C. W. Tombaugh entdeckt, als ihm Bahnstörungen des Uranus aufgefallen waren. Seine Umlaufzeit beträgt 247 Jahre und 7 Monate. Pluto hält sich also rund 20 Jahre in einem Tierkreiszeichen auf.